
Mit Innovationen Lichtgeschichte schreiben
Arnsberg, Februar 2012 – Am Anfang steht die Begeisterung des Ingenieurs Wilhelm Lenze für künstliches Licht. Aus dieser Leidenschaft heraus gründet er 1912, rund dreißig Jahre nach der Erfindung der Glühlampe durch Thomas Edison, die „Manufaktur für Leuchtenteile“ im sauerländischen Menden. In den Anfängen konzentriert sich das Unternehmen auf die Produktion von Zubehör für die Leuchtenindustrie sowie auf gas- und elektrisch betriebene Rohrpendel- und Wandleuchten. 1934 wird der Firmensitz nach Arnsberg verlegt und die Produktion auf Wohnraumbeleuchtung ausgeweitet.
Wirtschaftswunder und Expansion
Aufgrund zerstörter Fertigungsstätten im Zweiten Weltkrieg kann der Betrieb erst 1948 wieder aufgenommen werden. Motiviert vom eigenen Anspruch, immer wieder „Neues Licht“ zu schaffen, setzt der Unternehmensgründer weiterhin auf intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Schon im folgenden Jahr erweitert das Unternehmen das Produktportfolio um Leuchten für Gasentladungslampen sowie Straßenleuchten und stellt die Produktion von Glühlampenleuchten ein. Aufgrund einer technischen Innovation des Hauses, der selbst entwickelten so genannten Langfeldleuchten, erfährt das Unternehmen zur Zeit des Wirtschaftswunders ein deutliches Wachstum und expandiert Ende der 1950er Jahre erstmals international nach Frankreich. Kurz darauf wird der Innovationswille in den Firmennamen integriert: TRILUX, „dreifaches Licht“, geht zurück auf die dreifache Lichtausbeute der Langfeldleuchten gegenüber der konventionellen Glühlampe. Bis heute entstanden unter diesem Namen zwölf rechtlich selbständige Vertriebsgesellschaften in Österreich, Belgien, Schweiz, der Tschechischen Republik, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Ungarn, Italien, den Niederlanden, Polen und der Slowakei.
Innovation aus Tradition
Licht stetig zu verbessern, für Mensch und Umwelt, diese Vision verfolgt das Unternehmen konsequent. Zu den Meilensteinen der letzten Jahrzehnte zählen unter anderem:
Seit den 80er Jahren nimmt die Bedeutung des Themas Energieeffizienz in allen Lebensbereichen laufend zu. TRILUX richtet seine Forschung und Entwicklung verstärkt darauf aus, Energieeinsatz und Lichtausbeute zu optimieren. Im Fokus steht dabei neben dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen auch die Anwenderfreundlichkeit der Produkte: Bei allen energetischen Betrachtungen verliert TRILUX daher nie die quantitativen wie qualitativen Gütemerkmale, z.B. die Vermeidung von Direkt- und Reflexblendung oder die Wiedergabe der optimalen Lichtfarbe, aus dem Blick. So ist sichergestellt, dass TRILUX Beleuchtungslösungen exakt den Anforderungen an spezifische Anwendungsbereiche entsprechen.
Anwendernutzen im Fokus
Diese Ausrichtung am Nutzer setzt eine intensive Auseinandersetzung mit allen Facetten der Leuchtenentwicklung und -produktion voraus, von der Idee bis zum fertigen Produkt. Bereits seit den Anfängen investiert TRILUX daher in eigene Forschung und Entwicklung auf höchstem Niveau. Mehr als 50 Mitarbeiter setzen sich auf mehr als 1.000 m² mit allen Fragen rund um Materialität, Geometrie, Licht- und Strahlungstechnik sowie Design auseinander. In zwei unternehmenseigenen Laboren prüfen sie ihre Entwicklungen auf Herz und Nieren. Dabei werden nicht nur mechanische Parameter wie Staub- und Wasserdichtheit oder Schlagfestigkeit getestet. Auch Lichtverteilung und -intensität werden mit Hilfe von zwei computergesteuerten Goniophotometern präzise ermittelt, wobei die Lampenkalibrierung nach wie vor in Europas größter Ulbricht’schen Kugel erfolgt. Diese steht nicht etwa in der Forschungsabteilung einer Eliteuniversität, sondern auf dem Firmengelände in Arnsberg.
Nicht nur die Qualität von Produkten, auch Services wie Beratungsleistungen für Planer und Verarbeiter spielen im Hinblick auf Anwendernutzen eine wesentliche Rolle. Bereits Ende der 80er Jahre rief TRILUX das Leuchteninformationszentrum ins Leben. Seine Aufgabe: Stets für alle Kundengruppen aktuell Wissenswertes rund um innovative Lichtlösungen verfügbar zu halten.
2011 wurde das Informationsangebot um die TRILUX Akademie am Standort Arnsberg erweitert. Mit einem dialog- und praxisorientierten Seminarkonzept bietet der Lichtexperte innovative Beratungs-, Qualifizierungs- und Informationsangebote für Partner, Mitarbeiter und alle Lichtinteressierte. Interaktivität und Methodenvielfalt stehen bei der Gestaltung des Seminarkonzepts im Vordergrund: In möglichst kleinen Teilnehmergruppen wird insbesondere der Austausch unter den Teilnehmern und mit den erfahrenen Referenten gefördert. In den neu geschaffenen Räumen, ausgestattet nach dem modernsten Stand der Didaktik und Methodik, ermöglichen Workshop-Einheiten die praktische Umsetzung des theoretisch Gelernten. In acht verschiedenen Themenbereichen erleben Architekten und Planer, Entscheider aus Kommunen und Facility Management ebenso wie Installateure Zukunftstechnologien und modernste Arbeitsmethoden hautnah.
Zukunft LED
Häufig als Synonym für Energieeffizienz und Anwendernutzen gebraucht, sind LED-Leuchten mittlerweile in fast jedem Anwendungsfall vergleichbaren Produkten mit konventionellen Leuchtmitteln tatsächlich überlegen. TRILUX führt daher für fast alle Anwendungsgebiete LED-Produkte im Portfolio, die aus anwendungstechnischer Sicht sinnvolle und ausgereifte Lösungen darstellen, wie zum Beispiel in Büros, Industrie- oder Außenbereiche. In allen diesen Fällen, so die Überzeugung der Arnsberger, kann die LED-Technologie ihre Vorteile, wie etwa die lange Lebensdauer von mehr als 50.000 Stunden bei weitgehender Wartungsfreiheit, bereits voll ausspielen. Dabei ergänzt das Traditionsunternehmen sein Produktsortiment sowohl in der Breite als auch in der Tiefe laufend. Allein 2011 kamen mehr als 14 neue LED-Produkte hinzu, darunter sowohl Büroleuchten mit außergewöhnlichem Design (Neximo-Standleuchte) als auch intelligente Lichtlösungen für den Gesundheitsbereich (Acuro Active LED) oder Straßen- und Wegeleuchten (wie die Pareda LED und Lumega 700 LED).
Ganz im Sinne von Wilhelm Lenze „Neues Licht“ zu schaffen, beschäftigt sich TRILUX bereits mit der neuesten Generation der LED-Leuchten. So genannte organische LED (OLED) haben noch keine Marktreife erlangt, sind aber absehbar der nächste Entwicklungsschritt. Auf der light + building 2010 präsentierte das Unternehmen gemeinsam mit dem Dresdner Hersteller Novaled eine mit 20 OLED-Modulen bestückte Konzeptstudie.
Stand: Februar 2012
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