Beleuchtungsstärke im unmittelbaren Umgebungsbereich

Die Beleuchtungsstärke des unmittelbaren Umgebungsbereiches hängt von der Beleuchtungsstärke im Bereich der Sehaufgabe ab und sollte eine ausgewogene Leuchtdichteverteilung im Gesichtsfeld schaffen.

Starke örtliche Wechsel der Beleuchtungsstärke in der Umgebung des Arbeitsbereiches können zu visueller Überlastung und Unbehagen führen. Die Beleuchtungsstärke des unmittelbaren Umgebungsbereiches kann niedriger sein als die Beleuchtungsstärke des Bereiches der Sehaufgabe, darf aber die in Tabelle angegebenen Werte nicht unterschreiten.

Zusätzlich zur Beleuchtungsstärke im Bereich der Sehaufgabe muss die Beleuchtung des gesamten Raumes auch eine angemessene Verteilung der Adaptationsleuchtdichte erzeugen (siehe Absatz „Hintergrundbeleuchtung'').

Die Beleuchtungsstärke des unmittelbaren Umgebungsbereiches und des Hintergrundes trägt wesentlich zur ausgewogenen Leuchtdichteverteilung im Gesichtsfeld bei. Daraus folgt auch, dass das Mindestmaß von 0,5 m für die Breite dieses unmittelbaren Umgebungsbereiches nur in wenigen Fällen ausreichend ist, um starke örtliche Wechsel der Beleuchtungsstärke in der Umgebung des Bereichs der Sehaufgabe und um damit visuelle Überlastungen und Unbehagen zu vermeiden (Größe des unmittelbaren Umgebungsbereiches siehe Abb.).

Grundsätzlich kann die Beleuchtungsstärke im unmittelbaren Umgebungsbereich im Vergleich zum Bereich der Sehaufgabe um eine Stufe verringert werden. Für alle Werte ab 750 lx beträgt dieser Wert einheitlich 500 lx, für alle Werte von 200 lx und weniger ist der unmittelbare Umgebungsbereich mit der gleichen Beleuchtungsstärke zu beleuchten wie der Bereich der Sehaufgabe selbst.

Tabelle 3.2: Zusammenhang zwischen der Beleuchtungsstärke des unmittelbaren Umgebungsbereiches zur Beleuchtungsstärke im Bereich der Sehaufgabe sowie zugehörige Werte der Gleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke nach EN 12464-1