Tageslicht

Tageslicht ist die in Arbeitsstätten bevorzugt einzusetzende Lichtquelle. Es ändert im Laufe des Tages sowohl seine Intensität als auch seine spektrale Zusammensetzung und sorgt somit im Innenraum für Variabilität und Dynamik, wie der Mensch sie in seiner natürlichen Umgebung her gewohnt ist (siehe auch Kapitel “Human Centric Lighting”).

Fenster können Sichtkontakt mit der Außenwelt herstellen, was von den meisten Menschen bevorzugt wird. In Räumen mit seitlichen Fenstern nimmt das Niveau des Tageslichtes mit der Entfernung vom Fenster jedoch stark ab. Bei nicht ausreichendem Tageslicht, wie auch in den Morgen- und Abendstunden, ist die Beleuchtung der Sehaufgaben mit künstlichem Licht zu ergänzen, um eine ausgewogene und ausreichende Leuchtdichteverteilung im Raum sicherzustellen.

Automatisches oder manuelles Einschalten und/oder Dimmen und Lichtquellen mit circadian veränderlicher Farbtemperatur können verwendet werden, um ein angemessenes Zusammenwirken von elektrischer und natürlicher Beleuchtung zu erreichen.

Aufgrund des nahezu horizontalen Lichteinfalls durch seitliche Fenster kann das Tageslicht ein spezifisches Modelling und eine besondere Leuchtdichteverteilung im Raum erzeugen. Um Blendung durch Fenster zu vermeiden, sollte, wo es zweckmäßig ist, eine Abschirmung vorgesehen werden. Dies gilt z. B. für Räume mit Bildschirmarbeitsplätzen (s. a. Kapitel „Beleuchtung von Büros und Räumen mit Bildschirmarbeitsplätzen”).

Der Einfluss der Tageslichtnutzung auf die Energieeffizienz ist ausführlich im Kapitel „Licht und Umwelt” beschrieben.