Berücksichtigung von Tageslicht

Zur lichttechnischen Gestaltung von Räumen gehört nicht nur die künstliche Beleuchtung, sondern auch eine Kombination von Tageslicht und künstlichem Licht. Grundsätzlich müssen Arbeitsräume eine Sichtverbindung nach außen haben (siehe auch EG-Richtlinien 89/654/EWG und 92/58/EWG, in Deutschland durch die zu Zeit in Überarbeitung befindliche Arbeitsstättenverordnung vom 12.08.2004 umgesetzt). Wesentlich höhere Beleuchtungsstärken als Folge ausreichender Tageslichtversorgung als für die künstliche Beleuchtung in EN 12464-1 angegeben, können einen positiven Einfluss auf das subjektive Wohlbefinden hervorrufen (siehe auch Kapitel „Licht und nicht-visuelle Wirkungen” und Kapitel „Tageslicht"). Dies kann jedoch bei der Arbeit am Bildschirm zu Beeinträchtigungen der Sichtbarkeit der Bildschirminformation führen. Deshalb müssen nach der „Richtlinie des Rates vom 29. Mai 1990 über die Mindestvorschriften bezüglich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit an Bildschirmgeräten 90/270/EWG"(die in vielen Ländern in nationale Verordnungen umgesetzt ist, z. B. in Deutschland durch die Bildschirmarbeitsverordnung) Fenster in Räumen mit Bildschirmarbeitsplätzen mit einer geeigneten, verstellbaren Lichtschutzvorrichtung ausgestattet sein.

Insbesondere bei direktem Lichteinfall bei flachem Sonnenstand sind Lichtschutzvorrichtungen erforderlich. Im Allgemeinen erfüllen schwach lichtdurchlässige (maximaler Transmissionsgrad 30 %) und verstellbare Jalousien, die abschirmen, aber auch den Durchblick erlauben, diese Anforderung in ausreichendem Maße, ohne den Raum völlig vom Tageslicht abzuschotten.