Erhöhung des Beleuchtungskomforts

Die klassische Aufgabe des Lichtmanagements ist die Variation der Einstellung einer Beleuchtungsanlage mit dem Ziel, das Licht wechselnden visuellen Bedürfnissen des Nutzers bzgl. der Behaglichkeit, der Wirkung des Raumes und der Erfüllung der Sehaufgabe anzupassen. Dies kann durch das Schalten von Lichtquellen, das Ausrichten ihrer Lichtaustritte oder die Regulierung des Lichtstroms erfolgen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die ersten elektronischen Lichtsteuerungskomponenten für den Einsatz im Wohnbereich sowie dem Hotel- und Gastgewerbe entwickelt wurden. Dort hält sich der Nutzer zu unterschiedlichen Tageszeiten auf und geht in besonderem Maße unterschiedlichen Tätigkeiten nach. Die Bereitstellung
von voreingestellten Lichtszenen erhöht dabei den Bedienkomfort, indem die Lichtquellen nicht einzeln geschaltet und gedimmt werden müssen.

In der Zweckbeleuchtung, also der Beleuchtung von Arbeitsstätten, war eine variable Beleuchtung bis in die 80er Jahre hinein eine absolute Ausnahme. Nur an hochspezialisierten Arbeitsplätzen, z. B. der CAD-Konstruktion, war sie vorzufinden. Erst seit den 90er Jahren spielt Lichtmanagement in Arbeitsstätten zunehmend eine Rolle. Dies ist wesentlich den sich ändernden Arbeitsbedingungen zuzuschreiben, aber auch erweiterten arbeitsmedizinischen Erkenntnissen und der erleichterten Umsetzung auf Grund des technischen Fortschritts.

Von Beleuchtungskomfort spricht man auch heute noch überwiegend im Zusammenhang mit wählbaren Lichtszenen. Die Behaglichkeit spielt dabei heute jedoch eher eine untergeordnete Rolle. Die  Lichtszenensteuerung dient heute viel mehr zur Individualisierung und zur Unterstützung wechselnder Sehaufgaben.