Geltende Vorschriften und Regeln

Vorschriften und Regeln unterscheiden sich in Ihrer Art grundsätzlich in zwei Kategorien: Sie beziehen sich auf Produkte oder auf Anwendungen.

Eine typische Produktvorschrift ist die sogenannte „Ökodesign-Richtlinie” (ErP-Richtlinie, Energy-related Products), die als EU-Richtlinie 2009/125/EG im 20. November 2009 erlassen wurde. Die daraus resultierende für die technische Beleuchtung relevante Verordnung ist die No 245/2009, regelt das Verbot des Inverkehrbringens ineffizienter Beleuchtungskomponenten (siehe auch Kapitel , „Umweltgerechte Gestaltung von Produkten").

Bezüglich der Komponenten in elektronisch gesteuerten Beleuchtungsanlagen stellt die ErP-Richtlinie nur die Forderung, dass Vorschaltgeräte, die das Ausschalten angeschlossener Leuchtmittel ermöglichen, im Standby- Betrieb nicht mehr als 0,5 Watt Wirkleistung aufnehmen dürfen (siehe Kapitel „Leistungsfaktor"). Forderungen an die  Funktionsweise von Steuerkomponenten werden nicht erhoben.

Allerdings gibt es Anwendungsvorschriften, die sich in den europäischen Ländern unterscheiden, aber alle auf die jeweils nationale Umsetzung der europäischen EPBD-Richtlinie (Energy Performance of Buildings Directive), EU-Richtlinie 2010/31/EU, zurückzuführen sind.

In Deutschland ist dies die Energie-Einspar-Verordnung. In ihrer gültigen Fassung (EnEV 2014, siehe Kapitel ) werden Lichtmanagementsyteme mit der Funktion der automatischen Anwesenheitserfassung oder  einer tageslichtabhängigen, dimmenden Beleuchtungssteuerung für Anwendungen in Arbeitsstätten (Nutzerprofile) als Referenztechnologie festgelegt. Damit ist festgeschrieben, dass ihr Energie-Einsparpotential bei der Ermittlung des für die Ausstellung einer Baugenehmigung eines Nichtwohngebäudes maximal zulässigen Energiebedarfs zu berücksichtigen ist.