Lichtmanagementsysteme

Abbildung 3.241: Schematische Darstellung: Lokales Lichtmanagement mit  Masterleuchte. Masterleuchte (Foto) mit integriertem Steuergerät und Sensoreinheit.

Funktionen eines Lichtmanagements sollten grundsätzlich immer raumbezogen definiert werden. Egal, ob es um einfaches Dimmen geht, oder um komplexe Steuerungsaufgaben. Denn das Licht ist Grundlage des Prozesses, mit dem der Mensch durchschnittlich über 80 % seiner Sinneswahrnehmungen erhält - das Sehen.

Dabei kann der Raum ggf. in mehrere, individuell steuerbare Bereiche unterteilt sein (siehe Abbildung). Jedoch sind die Bereiche innerhalb eines Raumes permanent im Blickfeld jedes einzelnen Nutzers. Daher sollte sich erst bei Abwesenheit von Personen in allen Bereichen des Raumes das Licht komplett ausschalten. Bis dahin sollte im gesamten Raum eine Hintergrundbeleuchtung bestehen bleiben. Es muss also die Anwesenheitsinformation der Nachbarbereiche berücksichtigt werden. Ob dies innerhalb eines den vollständigen Raum übergreifenden Gesamtsystems oder mittels mehrerer untereinander verbundener Einzelsysteme geschieht, ist dabei unerheblich.

Von einander getrennte Räume hingegen stehen aus Sicht ihrer Nutzer in keinem Zusammenhang und können insofern von einander unabhängig gesteuert werden.

Viele raumbezogene Systeme eröffnen auch installationstechnische Vorteile, in dem Steuergerät und Sensoren in die Leuchte integriert werden. Dies vereinfacht die Leitungsführung, indem z. B. die Steuerleitungen zum Anschluss an die Schnittstellen des Steuergerätes nicht in die sich im Flur befindliche Unterverteilung geführt werden müssen (siehe Abbildung).

Sollen, z. B. in repräsentativen Anwendungen auf Grund des Erscheinungsbildes des Gesamtgebäudes, übergreifende Funktionen realisiert werden, so empfiehlt es sich, diese durch Vernetzung raumbezogener Einzelsysteme oder deren Ansteuerung mittels eines Gebäudemanagementsystems zu realisieren (siehe Abschnitt ). Aber auch zentralisierte Fernwartungs- und Monitoring-Funktionen können heute mittels geeigneter Schnittstellen mit zunehmendem Komfort und geringer werdendem Aufwand realisiert werden.