27. Januar 2017
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Die Zukunft erforschen

Mit „Nest" entsteht im schweizerischen Dübendorf eine einzigartige Forschungseinrichtung

In Kooperation mit den führenden Universitäten des Landes und internationalen Firmen können mit „Nest“, dem Reallabor der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, zukunftsweisende Produkte, Materialien und Techniken praxisnah erprobt sowie wichtige Innovationen auf unterschiedlichen Gebieten vorangetrieben werden.

Als offene und dynamische Plattform von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) konzipiert, ermöglicht das Reallabor „Nest“ den unmittelbaren Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis. Dies zeigt sich schon in der Erscheinungsform des Gebäudes: Um einen Erschließungskern können auf unterschiedlichen Ebenen mehrere Forschungseinheiten unabhängig voneinander eingebunden werden. Sie bieten die Möglichkeit, innerhalb eines Gebäudesystems Einzellösungen unter realitätsnahen Bedingungen zu testen sowie verschiedene Themen ganzheitlich zu betrachten.

In der Unit „Meet2Create“ beispielsweise wird unter der Schirmherrschaft der Hochschule Luzern das Zusammenspiel von Mensch, Raum und Technik in Hinblick auf die Arbeitswelt erprobt und optimiert. Ziel ist es, die Büros der Zukunft an die sich ständig wandelnden Anforderungen anzupassen. Anhand von drei Büroszenarien werden flexible und individualisierbare Systeme ausprobiert, um die Produkte zielführend weiterentwickeln zu können.

Intelligente Steuerungssysteme wie LiveLink von TRILUX – hier kombiniert mit der Sonderleuchte „Skygarden“ von TRILUX Architectural – werden im Alltagsmodus eingehend getestet. Dabei werden auch die Synergieeffekte von „Nest“ deutlich: Beteiligte Partnerunternehmen sammeln nicht nur Daten, sondern sammeln durch die Nutzung der Räume unmittelbare Eindrücke.

Im Wohnmodul „Vision Wood“ beispielsweise steht neben energetischen Aspekten das Holz als vielseitiger Werkstoff im Vordergrund. In der von der EMPA und der ETH Zürich initiierten Wohneinheit kommen innovative Holz-Kompositwerkstoffe und funktionale Oberflächenbeschichtungen zur Anwendung.

Dabei spielen die Eigenschaften der erprobten Materialien sowie das Raumklima und die Atmosphäre eine besondere Rolle. Angepasst auf die verschiedenen Wohnbereiche wurden unterschiedliche Lichtszenarien geschaffen.

Das Modul Meet2Create.

Das Modul Vision Wood.

Während in den Korridoren mit Polaron IQ eine Designleuchte von TRILUX das wohnliche Raumklima unterstützt, wurde in den Zimmern mit dem Lichtkanal LC67 ein steuerbares, variables Lichtsystem installiert. In der Küche sorgt die lichtstarke Coriflex für ausgewogene Beleuchtung über der Arbeitszone, während die Pendelleuchte Lesima 200 in den übrigen Bereichen angenehmes Licht verbreitet.

Zurzeit wird ein weiteres Modul mit kombinierten Wohn- und Arbeitsräumen geplant, dessen Hauptaugenmerk auf hocheffizienten Beton-Schalenkonstruktionen liegt. Nicht nur die ultraleichten Bauteile stehen im Zeichen der Effizienz: In Kombination mit adaptiver Gebäudetechnik und einer Solarfassade soll die Einheit 50 Prozent mehr Strom erzeugen, als sie benötigt.

Projektinformationen

  • Standort
    Dübendorf, CH
  • Bauherr
    EMPA, Dübendorf, CH
  • Architekt
    Gramazio Kohler Architects, Zürich, CH
  • Fotos
    Roman Keller / Empa, Dübendorf, CH
  • Sonderleuchten
    Skygarden
    E-Line OT tunable white
  • Lichtsteuerung
    LiveLink
  • Leuchten
    Solvan Flow
    Lichtkanal LC67
    Lateralo R
    Polaron IQ
    Lesima 200
    Coriflex

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