15. November 2016
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Wenn Licht laufen lernt

Ludwigsburg setzt auf intelligente Systeme von TRILUX mit beeindruckender Effizienz

Volle Power oder stockdunkel, Licht an oder aus. Ein unbefriedigender Zustand, der Ludwigsburg bei der Beleuchtung eines kombinierten Fuß-Radwegs einiges Kopfzerbrechen bereitete. Zum einen wollte man dem Energiehunger der alten Anlage Einhalt gebieten, zum anderen das Sicherheitsgefühl der Nutzer stärken.

Am Ende setzte man auf eine intelligente Wegebeleuchtung von TRILUX und unternahm damit einen weiteren Schritt in Richtung Smart City. Denn das System überzeugt mit Licht, das einem immer einen Schritt voraus ist. Wortwörtlich.

Auf dem knapp 800 Meter langen Weg, der zwei Stadtteile der Kreisstadt miteinander verbindet, gibt es zukünftig „light on demand“. Ausgestattet mit einer GPS-Box, Lichtmanagementsystem, Funkantenne, Funkcontroller sowie Bewegungssensoren sorgen 23 Convia-LED-Leuchten von TRILUX dafür, dass immer dann, wenn es benötigt wird, bedarfsgerechtes Licht zur Verfügung steht. Im Abstand von ca. 30 Metern steht jeweils eine der hochmodernen Mastaufsatzleuchten.

In der Zeit von der abendlichen Dämmerung bis zum Sonnenaufgang wird die Anlage mit zehn Prozent ihrer maximalen Leistung gefahren. In den weniger frequentierten Nachtstunden zwischen 23 und 5 Uhr liegt die Lichtleistung bei nahezu null Prozent. Gerät ein Fußgänger oder Radfahrer in den Erfassungsbereich der Sensoren – egal wann –, lernt das Licht das Laufen.

Und das funktioniert im Detail so: Detektiert eine der Leuchten einen Passanten, erhöht der Lichtpunkt die Leistung auf 90 Prozent. Gleichzeitig kommuniziert die Leuchte mit den „Nachbarn“.

Jeweils zwei Leuchten, die vor und hinter der impulsgebenden Leuchte stehen, schalten sich dadurch ein und sorgen für eine optimale Beleuchtungssituation. Da jede einzelne Convia über diese Sensoren und die Fähigkeit zur Kommunikation verfügt, setzt sich das mitlaufende (oder mitfahrende) Licht bedarfsgerecht fort. Eine Minute nach Verlassen des Erfassungsbereichs geht die Leuchte dann wieder zurück auf die uhrzeitabhängige Ausgangskonfiguration. Energiesparen, wie es kaum besser sein kann.

Die Anlage in Ludwigsburg ist aber auch ein effizienter Weg, dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung gerecht zu werden. Eine Beleuchtung, die einen auf Schritt und Tritt begleitet, ist ein probates Mittel im Kampf gegen das mulmige Gefühl, das auf dunklen, abseits gelegenen Wegstrecken entstehen kann. Bürger wissen das zu schätzen.

„Wir schaffen einen optimalen Ausgleich zwischen den Sicherheitsaspekten und dem Anspruch auf höchstmögliche Effizienz“, erklärt Stefan Metzner, Leiter der Division Außenleuchten bei TRILUX. „Der Gedanke, Licht ausschließlich im Augenblick des unmittelbaren Bedarfs zu nutzen, wurde bei dem Ludwigsburger Projekt konsequent zu Ende gedacht.“ Die Effizienzberechnungen bestätigen dies: Das neue System spart gegenüber dem alten bis zu 85 Prozent Energie ein.

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