Gerade bei großen Geschossflächen reichen Seitenfenster oftmals nicht aus, um die gesamte Tiefe des Raumes mit Tageslicht zu versorgen. Bei dem hier vorgestellten Projekt war das zentrale Foyer ursprünglich sogar ganz vom Tageslicht abgeschnitten.

Nicht einzelne Leuchten, sondern eine großflächige, mit dynamischen Szenen bespielbare Lichtwand erhellt nun das Foyer der Vorstandsetage. Die Wand umhüllt ein in den Raum eingestelltes Volumen mit elliptischer Grundfläche. Teeküche, Kopierer und der Serverraum finden in seinem Inneren Platz, während die gläserne Außenhaut als Leinwand für variantenreiche Lichtszenen dient. Dabei ist es möglich, normkonforme Lichtbedingungen in dieser Raumzone herzustellen, ohne weitere Leuchten einzusetzen.

Hinter dem Glasverbund und einem Layer aus opaker Folie sitzen insgesamt 60.000 LEDs und bilden eine Pixelmatrix, bei der jeder Punkt aus einer roten, grünen, blauen und weißen LED besteht. Über eine DMX-Steuerung lassen sich die RGB+W-LEDs auf  verschiedene Farb- und Dimmwerte einstellen.

Der Nutzer hat somit die Wahl, ob er die Wand als homogen leuchtende Fläche nutzt oder sie mit statischen beziehungsweise dynamischen Bildern und Mustern geringer Auflösung bespielt – eine beeindruckende Wirkung im Raum entfaltet das Lichtobjekt in jedem Fall.