Die Zielgruppen für unsere Berichterstattung sowie die Auswahl der Themen haben wir nicht dem Zufall überlassen. Für die Auswahl der Stakeholder wurden unterschiedliche Interessensgruppen im Rahmen eines Workshops diskutiert und analysiert. Im Nachgang wurden wesentliche Themen im Rahmen von Abfragen bei den Stakeholdern definiert. Dabei kam der Nachhaltigkeitsberichterstattung zugute, dass die Organisation zum einen im Rahmen der ISO 9001 Zertifizierung eine enge Stakeholderorientierung verfolgt, aber auch die Produktentwicklung sehr nah am Kunden stattfindet. So wurden beispielsweise die wesentlichen Themen neben internen Überlegungen, im Rahmen von „Client Labs“ mit externen durchgesprochen und abgeleitet. Ebenso wurden gesetzliche sowie normative Grundlagen betrachtet und im Rahmen einer Umfrage die weltweite Vertriebsorganisation als Peer mit einbezogen.

Als Stakeholder für die Nachhaltigkeitsberichterstattung wurden definiert:

Extern

  •     Kunden
  •     Presse
  •     Potentielle Mitarbeiter*innen
  •     Lieferanten
  •     Experten

Intern

  •     Mitarbeiter*innen
  •     Tochtergesellschaften

Folgende wesentliche Themen wurden abgeleitet:

  • Nachhaltige Produkte: Klimawandel, CO2-Einsparung und Energieeffizienz
  • Nachhaltige Produktion: Qualität, Engineering, Materialeffizienz und Inhaltstoffe
  • Nachhaltiges Miteinander: Mitarbeiterförderung und Partizipation
  • Nachhaltige Verantwortung: Compliance und Lieferkette

Alle Beiträge im Nachhaltigkeitsbericht lassen sich in diese vier wesentlichen Themen einordnen, ebenso bildeten sie die Grundlage für die Auswahl der Disclosures.

Nachhaltigkeitskontext

Die wesentlichen Themen umspannen ein großes Feld an Beiträgen in den Ebenen Umwelt, Soziales und Ökonomie. Ebenso ist die Auslegung der Berichterstattung so gewählt, dass die Beiträge und Disclosures nicht nur zu den wesentlichen Themen passen, sondern auch das Unternehmen und die Marke authentisch umfassen und für mindestens die kommenden 5 Jahre Bestand haben. Einzelne Beiträge und Inhalte beziehen sich dabei sogar auf die kommenden 10 Jahre, zum Beispiel das Klimaschutzziel der Unternehmensgruppe. Neben diesem finden sich weitere Ziele in der Berichterstattung. Geographische Schwerpunkte wurden nach Wesentlichkeit gewählt. Bei deren Auswahl spielten vor allem die Mitarbeiterzahl, Energie- und Prozessintensität sowie die politische Situation vor Ort eine Rolle.

Der Bericht bildet daher folgende regionale Schwerpunkte ab:

  • Deutschland (Arnsberg und Köln)
  • Spanien (Alhama de Aragon)
  • China (Zuhai)
  • Indien (Prune)

Dabei werden alle Unternehmen der Unternehmensgruppe miteinbezogen, bei denen TRILUX Mehrheitseigner ist.
Im Rahmen der Informationsbeschaffung wurden sowohl interne als auch externe Ansprechpartner und Experten bemüht. Die internen Abfragen orientierten sich an der Unternehmensstruktur und den Fachverantwortlichen an den einzelnen Standorten. Die externen Abfragen orientierten sich am Aufbau der Lieferkette und an der Einbeziehung externer Fachstellen, wie CO2OL als Beratungsagentur für die CO2-Bilanzierung.
Der Nachhaltigkeitsbericht gilt als Darstellung unserer Ziele, Maßnahmen und Managementansätze nach innen und außen und wird damit zum wichtigen strategischen Kommunikationsmittel gegenüber unseren Stakeholdern.
 

Aktualität

Es handelt sich bei dem vorliegenden Online-Nachhaltigkeitsbericht und einen Erstbericht. Ein zuvor veröffentlichter Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2012 ist nicht als Vorgänger zu werten, da sich sowohl bei den Anforderungen als auch den Inhalten und der Struktur zuviel geändert hat. 
Der Berichtszeitraum ist 2019. Sofern in einzelnen Bereichen keine Daten aus 2019 verfügbar waren, wurde auf die entsprechenden Daten aus 2018 zurückgegriffen.

Es ist geplant, den Nachhaltigkeitsbericht kontinuierlich zu aktualisieren, dies bedeutet für die meisten Datensätze ein jährliches Update. Durch die interaktive Online-Berichterstattung besteht so die Möglichkeit, in Zukunft Zahlen zu vergleichen und Trends abzuleiten. Ebenso kann ein Verlauf der Maßnahmen und Zielerreichung über die Zeit dargestellt werden.

Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Ausgewogenheit

Der Bericht bemüht sich, für alle geforderten und im Tabellenwerk dargelegten Disclosures konkrete Aussagen und Zahlen zur Verfügung zu stellen. Abweichungen, z.B. vom Berichtszeitraum, sind durch Fußnoten oder Anmerkungen kommentiert. Auslassungen sowie Einschränkungen werden ebenfalls kenntlich gemacht.

TRILUX orientiert sich am Vorsorgeansatz der Vereinten Nationen. Die Ziele und Maßnahmen fußen, falls vorhanden, auf wissenschaftlich anerkannten Grundlagen. Dabei fußt das Engagement von TRILUX auf dem Präventionsprinzip und bewertet kontinuierlich Risiken und Chancen.

Trotz sorgfältiger Datenabfrage und Prüfung stößt die Organisation bei der Datenqualität an Grenzen. So führen zum Beispiel die unterschiedlichen normativen Vorgaben oder verschiedene technische Ansätze in den einzelnen Ländern im Einzelnen zu nicht kompatiblen oder nicht vorhandenen Daten. Ebenso unterscheiden sich die Verfügbarkeiten von Daten hinsichtlich ihres Umfanges teils stark. Als Beispiel ist hier der Human Ressources Bereich zu nennen. Hinsichtlich der Methodik wurden Datenerhebungen und Berechnungen anhand wissenschaftlicher Grundlagen und Standards durchgeführt. Für einen Kernbereich der Daten, die CO2-Bilanzierung, wurde auf ein namhaftes Beratungsunternehmen (CO2OL) zurückgegriffen und das Greenhouse Gas Protocol angewandt.

Verständlichkeit und Vergleichbarkeit

Der Bericht orientiert sich in seiner Verständlichkeit an den identifizierten Stakeholdern. Die teilweise komplexen Zusammenhänge werden nach Möglichkeit auf einfach verständliche Weise ausgedrückt. Zu Zusammenhängen, die dem Einzelnen nicht deutlich genug erkennbar sind, können Rückfragen an die Organisation gestellt werden. Technische Möglichkeiten, wie Verlinkungen, erlauben eine gute Orientierung im Onlinebericht. Bei der Berichtsstruktur wurde sowohl auf die Anlehnung an den GRI-Standard als auch auf eine einfach zu erlernende Navigationsstruktur geachtet.
Grundsätzlich sind Tabellen und Zahlenwerke so aufgebaut, dass es eine überjährige Vergleichbarkeit gibt. Da es sich zum jetzigen Zeitpunkt um einen Erstbericht handelt, sind noch nicht alle Daten überjährig vorhanden und daher nicht als Trend darstellbar. Hier liegt ein wesentliches Ziel, den Bericht in Zukunft zu verbessern und für mehr Vergleichbarkeit zu sorgen.

Berichtsaufbau und Darstellung

Der Bericht orientiert sich an der Struktur des GRI-Standards. Er ist in vier Teile gegliedert:

  • Bericht – Hier finden sich redaktionell aufbereitete Beiträge, abgeleitet aus der Ermittlung der wesentlichen Themen. Innerhalb der Beiträge finden sich Auskünfte zu Forderungen aus dem GRI-Katalog der themenspezifischen Disclosures. Zusätzlich werden einzelne GRI-Disclosures verlinkt. Damit die wesentlichen Informationen schnell erfasst werden können, sind Ziele (falls vorhanden) und Managementansätze am Beitragsende gesondert dargestellt. Diese Beiträge werden jährlich fortgeschrieben, angepasst und erweitert.
  • Berichtsprofil – Dieser Teil enthält alle relevanten Informationen zur Art der Berichterstattung inklusive der in der Berichtsversion „Core“ geforderten Offenlegungen („Foundation“ sowie „General Disclosures“).
  • GRI-Tabelle – Hier befindet sich eine Gesamtübersicht zu allen themenspezifischen GRI Disclosures in Form von Kommentaren, Zahlenwerten oder Links zum entsprechenden Beitrag.
  •  Aktuelles – Hier finden sich auch unterjährig aktuelle Informationen zu Themenkomplexen, die eine enge Anlehnung an die Beiträge aus dem Nachhaltigkeitsbericht haben.

Erklärung

Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht ist in Übereinstimmung mit den GRI-Standards in der Option „Kern“ erstellt worden und soll entsprechend fortgeführt werden.