Nachhaltigkeit als Teil der DNA

Eine Unternehmensgeschichte, ausgezeichnet durch das Streben nach Effizienz 

TRILUX blickt auf eine über 100-jährige Firmengeschichte zurück. 1912 gründet Wilhelm Lenze eine Manufaktur für Leuchten-Zubehör und Wohnraumleuchten, die sich trotz Rückschlägen durch Inflation und Krieg über 30 Jahre hinweg zu einem erfolgreichen mittelständischen Familienbetrieb entwickelt. Das Naziregime bringt eine schwierige Zeit für den nonkonformistischen Wilhelm Lenze. Er und seine Firma erfahren politische und wirtschaftliche Verfemung. Enteignung und Unternehmensschließung können 1944 erfolgreich rückgängig gemacht werden. Doch dann treffen im Frühjahr 1945 sieben Bomben die Fabrik in Neheim-Hüsten – das bedeutet das vorläufige Aus.

Energieeffizienz und Klimaschutz bereits im Namen

Der Neustart nach 1945 erfolgt mit Unterstützung des Sohnes Eberhard Lenze und seiner beiden Brüdern Franz und Wilhelm. Eberhard Lenze erweist sich als unermüdlicher Treiber beim Wiederaufbau. Er ist es schließlich auch, der entscheidet, dass ab 1949 nur noch Leuchten mit Leuchtstofflampen produziert werden. Die »TRILUX-Langfeld-Fließbandleuchte« findet sich bald in unzähligen Werkshallen. Die im Vergleich zur Glühlampe dreimal effizientere Leuchtstofflampe prägt den Markennamen TRILUX und wird zum Herzstück eines vielseitigen, kontinuierlich wachsenden Portfolios für die professionelle Lichtanwendung.
Im Rückblick markiert die damalige Entscheidung für die neue Lampentechnologie, und damit für höhere Lichtausbeute sowie längere Lebensdauer, den ersten von vielen Meilensteinen, entlang derer sich die inzwischen über 70 Jahre umfassende Nachhaltigkeitsgeschichte von TRILUX erzählen lässt.

Einen breiten Raum nehmen dabei – wie könnte es bei einem Lichtexperten anders sein – Innovationen ein, die Energieeffizienz und Lichtqualität stetig verbessern. Doch auch zu vielen anderen Kriterien von Artenschutz bis Zulieferer-Assessment finden sich in der Firmengeschichte überzeugende Beispiele für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Sie sind Beleg dafür, dass TRILUX nachhaltiges Handeln und unternehmerische Verantwortung nicht als Trend, sondern als Verpflichtung und Tradition begreift.

1950 – 1965 statt 200 Watt

In den 1950er Jahren werden in vielen Produktionsbetrieben TRILUX-Langfeldleuchten mit T12-Leuchtstofflampen installiert. Anstelle einer Glühlampe mit 200 Watt kommt nun eine Leuchtstofflampe mit 65 Watt zum Einsatz. Das spart eine Menge Energie, aber die neuen Leuchten sorgen auch für eine gezieltere Lichtverteilung und somit bessere Sicht. Der Name TRILUX ist geboren. Die dadurch angenehmeren Arbeitsbedingungen sind ein wichtiger Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit.
 

1960 – Nachhaltige Firmenkultur

TRILUX ist zu einem der wichtigsten Arbeitgeber in der Region avanciert. Das Familienunternehmen beschäftigt inzwischen über 750 Mitarbeiter*innen. Aus einigen Familien arbeiten zwei, sogar drei Generationen bei TRILUX. Zum Konzept einer nachhaltigen Personalpolitik gehören unter anderem freiwillige Sozialleistungen wie eine betriebliche Altersversorgung, eine Unterstützungskasse, die Hilfe in Notfällen leistet sowie Zuschüsse zu Kuren und Heilbehandlungen. 

1970 – Design, Wirtschaftlichkeit und Nutzerkomfort

Eine kompetente Lichtplanung ist Voraussetzung für zufriedene Nutzer. TRILUX bietet Elektroinstallateuren, Elektroplanern sowie Architekten und Service-Technikern deshalb umfangreiche Unterstützung. Ziel ist es, zugeschnitten auf das einzelne Projekt Design, Wirtschaftlichkeit und Nutzerkomfort sinnvoll in Einklang zu bringen. Was 1951 mit einem Lichtrechner als Rechenscheibe begann, ist 1970 bereits zu einem umfassenden Service herangewachsen. Im Interesse nachhaltiger Lichtanwendung vermitteln zahlreiche Publikationen nicht nur Produkt-, sondern auch Fachwissen. Ein großes Support-Team berät die Kunden.
 

1975 – Attraktive Arbeitsbedingungen und technologischer Durchbruch

Die Zahl der TRILUX-Mitarbeiter*innen steigt auf etwa 1.200. Um ihnen ein attraktives Arbeitsumfeld zu bieten, werden verschiedenste Maßnahmen umgesetzt, unter anderem eröffnen ein bezuschusstes Betriebsrestaurant und eine mit einer Vollzeitkraft besetzte Sanitätsstation. Fortbildung und Betriebssport werden finanziell gefördert. In Sachen Lichttechnik und Energieeffizienz gelingt im Jahr 1978 der Durchbruch: TRILUX beginnt als einer der ersten Leuchtenhersteller mit der Entwicklung elektronischer Vorschaltgeräte (EVG) für Leuchtstofflampen.

1980 – Lichttechnik für ergonomische Büros

Die TRILUX Ingenieure arbeiten an der Entwicklung von Darklight-Rasterleuchten. Mit ihrer Kombination aus Parabolspiegel und Rasterblechen sorgen diese für blendfreie Sicht an den mehr und mehr mit Computern ausgestatteten Arbeitsplätzen. Gute Sehbedingungen leisten einen wichtigen Beitrag zum Nachhaltigkeitskriterium »Gesundheit und Sicherheit der Produktanwender«.

1985 – Umweltschutz in der Produktion

Die Galvanik, in der die Oberflächen der Spiegelreflektoren vergütet werden, wird mit einer eigenen Abwasseranlage ausgerüstet. Sie sorgt dafür, dass die chemischen Prozesse ohne Folgen für die Umwelt ablaufen. Exemplarisch steht diese Maßnahme für die ökologische Verantwortung, die TRILUX konsequent an allen Produktionsstandorten lebt.
 

1995 – Offizielle Anerkennung und mehr Effizienz

Das elektronische Vorschaltgerät »Ectron« darf den »Blauen Engel«, das Umweltzeichen der Bundesregierung, tragen. Produkte, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet werden, sind umweltfreundlicher als vergleichbare, konventionelle Produkte. Im folgenden Jahr führt TRILUX als einer der ersten Hersteller die energiesparsame T5 Leuchtstofflampen-Generation ein.

1998 – TRILUX wird international

TRILUX eröffnet Produktionsstandorte auf den Philippinen und in China Im Jahr 2000 folgt der Zukauf des chinesischem Komponentenherstellers ICT.

2000 – Managing Light

Mit der Lightgate-Technologie erleichtert TRILUX seinen Kunden das Lichtmanagement – immer feiner lässt sich die Beleuchtung auf die Erfordernisse abstimmen. Kontinuierlich verfolgt TRILUX das Thema bedarfsgerechte Lichtsteuerung weiter. Heute sind frei skalierbare und programmierbare Systeme mit vielen Optionen – von der drahtlosen Datenübertragung bis zur Cloudanbindung – verfügbar. Diese digitalen Lösungen optimieren den Energieverbrauch und erhöhen den Nutzerkomfort.

2007 – LED-Leuchten für die Straße

Schon früh startet TRILUX die Forschung und Entwicklung im Bereich der neuen Lichtquellentechnologie LED. Bereits 2007 kann Düsseldorf deshalb auf einer Teststrecke LED-Straßenleuchten von TRILUX installieren. Gegenüber Natriumdampf-Hochdrucklampen setzt die LED-Technologie damals 20 bis 30 % Energieeinsparungen frei. Heute lassen sich durch die Umrüstung einer Straßenbeleuchtung von herkömmlichen Leuchten auf LED-Leuchten unter bestimmten Voraussetzungen sogar bis zu 80 % Beleuchtungsenergie einsparen. 

2008 – Nachhaltige Firmengebäude

TRILUX nimmt sein neues European Distribution Center in Betrieb. Das verbessert den Kundenservice, steigert aber auch die Effizienz des gruppenweiten Transportnetzwerks. Der Neubau ermöglicht einen besonders effizienten Gebäudebetrieb. Er ist vorbildlich wärmegedämmt: Die Beheizung erfolgt mit Dunkelstrahlern und die Beleuchtung mit einer tageslichtabhängigen Steuerung. Auf dem Dach wird eine Solaranlage installiert, die pro Jahr etwa 420.000 kWh liefert. Damit produziert das Gebäude mehr Energie, als es verbraucht.
 

2011 - Mitarbeiterqualifizierung und Kundenschulungen

Die TRILUX Akademie wird eröffnet. Schon immer haben Aus- und Weiterbildung einen hohen Stellenwert bei TRILUX. Das umfasst sowohl die Lehrlingsausbildung und Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter*innen als auch Kundenschulungen und Know-how-Transfer in der Branche. Mit der TRILUX Akademie entsteht ein hochmodernes Schulungszentrum. Hier wird nicht nur referiert, sondern auch experimentiert, montiert und diskutiert. Das Beratungs-, Qualifizierungs- und Informationsangebot bedient die verschiedensten Zielgruppen.

2012 – Leuchten für nachhaltiges Bauen

2012 wird der Neubau des Büro- und Verwaltungsgebäudes des Fraunhofer IAO2009 in Stuttgart nach dem Bewertungssystem der Gesellschaft für nachhaltiges Bauen mit dem DGNB-Zertifikat in Platin zertifiziert. Einen wichtigen Beitrag zum energieeffizienten Gebäudetrieb leistet eine LED-Beleuchtungslösung von TRILUX. Weltweit finden sich von nun an TRILUX-Leuchten und -Lichtmanagementsysteme in immer mehr Bauten, die für ihre Nachhaltigkeitsqualität ausgezeichnet sind.

2012 – Bekenntnis zu ethischen Prinzipien im Rahmen wirtschaftlichen Handelns

TRILUX unterzeichnet den ZVEI-Code of Conduct und bekennt sich damit zu seiner weltweiten gesellschaftlichen Verantwortung im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit. Der Code of Conduct orientiert sich an international etablierten Standards mit Blick auf Menschenrechte, Umweltschutz, Arbeitsbedingungen, Ablehnung von Korruption etc.

2020 – Klimaschutzziele und Online-Nachhaltigkeitsbericht

TRILUX verabschiedet ein gruppenweites Klimaschutzziel und strebt vollständige Klimaneutralität bis 2025 an. Ziele, Maßnahmen und Erfolge werden im Online-Nachhaltigkeitsbericht dargestellt und berichtet.