Arbeitsschutz und Arbeitsschutzmanagement

Das Management von Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten ist bei TRILUX in sämtlichen Strukturen und Prozessen fest verankert. Über die obligatorischen Vorgaben hinaus wurde ein Handlungsrahmen geschaffen, der systematische und wirksame Prävention sicherstellt. In allen Betriebsstätten sorgen hohe Standards und umfangreiche Maßnahmenpakete dafür, Arbeitsunfälle zu vermeiden und gesundheitliche Belastungen der Mitarbeiter*innen zu minimieren.

Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel, deshalb ist es für TRILUX selbstverständlich, dass alle Gesellschaften weltweit sämtliche Vorgaben zum Arbeitsschutz – sowohl gemäß der jeweiligen nationalen Gesetzgebung als auch gemäß internationalen Standards – vollständig erfüllen. An vielen Standorten greifen darüberhinausgehende Konzepte zur Unfallvermeidung, die kontinuierlich an aktuelle Herausforderungen angepasst werden. Der auf den Arbeitsschutz bezogene Managementansatz beruht auf den Prinzipien von Prävention und kontinuierlicher Verbesserung. Den Erfolg dieser Strategie bestätigen die seit über zehn Jahren rückläufigen Unfallzahlen.

TRILUX hat die globale »Vision Zero« unterzeichnet. Dabei handelt es sich um einen Präventionsansatz in den Dimensionen Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden auf allen Arbeitsebenen. Die Roadmap der Vision Zero folgt Sieben Goldenen Regeln, die allesamt auf erprobten proaktiven Managementkonzepten basieren.
 

Vision Zero

Zertifiziertes Arbeitsschutzmanagementsystem

Prävention ist am wirksamsten, wenn sie nach systematischen Ansätzen organisiert und umgesetzt wird. TRILUX hat deshalb für alle Betriebsstätten am Standort Arnsberg sowie für die Standorte im spanischen Zaragoza und Alhama de Aragón integrierte Managementsysteme (IMS) für Arbeits- (gemäß BS OHSAS 18001) und Umweltschutz (gemäß ISO 14001), sowie Energiemanagement (gemäß ISO 50001) am Standort Arnsberg, eingeführt. Mit Aufbau dieser freiwilligen Systems wurde 2010 begonnen. Ihre Verwaltung erfolgt über moderne digitale Dokumentenmanagementsysteme. Für die TRILUX GmbH & Co. KG und die TRILUX Group Management GmbH ist das Arbeitsschutzmanagementsystem seit dem Jahr 2012 durch die BG ETEM – Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse zertifiziert. Seine Wirkung und Weiterentwicklung in der betrieblichen Praxis werden durch regelmäßige Rezertifizierungen bestätigt. Der Standort in China (ICT) führt ein eigenes, in die Kernprozesse integriertes, Arbeitsschutzmanagementsystem. Die Beauftragten für die Managementsysteme, berichten, genau wie die Fachkräfte für Arbeitssicherheit direkt an die jeweiligen Geschäftsführer der jeweiligen Unternehmen.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Ein wesentlicher Baustein des betrieblichen Arbeitsschutzes sind Unterweisungen der Beschäftigten. Damit diese allerdings wirklich dazu beitragen, Gefahren zu erkennen und zu vermeiden, kommt es auf die richtige Durchführung an. Bei TRILUX werden die Führungskräfte deshalb speziell für das Thema Sicherheit sensibilisiert. Dies erfolgt im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes, der Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz einschließt. Mit ihrer Unterschrift unter eine entsprechende »Pflichtenübertragung« verpflichten sich alle Führungskräfte, zur positiven Entwicklung dieser Themen beizutragen.

Lückenlos erhalten auch alle auf dem Gelände tätigen Fremdfirmen und Dienstleister eine Sicherheitseinweisung zum Arbeits- und Umweltschutz.
Mitarbeiter*innen, die über Fremdfirmen innerhalb der Werke tätig sind, greifen auf dieselben hohen Standards im Arbeitsschutz zurück. Für sie gelten dieselben Regeln und Präventionsmaßnahmen.

Herzstück der Arbeitsschutzorganisation sind die lückenlosen Gefährdungsbeurteilungen und das managementsystemübergreifende Maßnahmenkataster. Durch diese soliden Managementansätze lässt sich die Arbeitssicherheit nicht nur systematisieren, sondern auch messbar weiterentwickeln. Schutzmaßnahmen werden grundsätzlich nach anerkanntem Stand der Technik in Anbetracht einer Schutzmaßnahmenhierarchie mit Schwerpunkt auf technischen Maßnahmen eingeleitet.

Gut gewappnet für den Ernstfall

TRILUX verfügt am Standort Arnsberg über eine Betriebsfeuerwehr mit einem eigenen Feuerwehrfahrzeug. Die Aufgaben der Betriebsfeuerwehr liegen in erster Linie in der Unterstützung der öffentlichen Feuerwehr. Zu ihrer Mannschaft gehören Mitarbeiter*innen aus nahezu sämtlichen Unternehmensbereichen, von der Produktion bis zur Verwaltung. Im Brandfall werden diese Beschäftigten direkt von ihrem Arbeitsplatz zur Brandbekämpfung gerufen. Die Betriebsfeuerwehr wirkt zudem bei der Ausbildung der Brandschutzhelfer mit. Die Anzahl der Brandschutz- und Evakuierungshelfer unter der Belegschaft liegt weit über den gesetzlichen Vorgaben. Damit ist sichergestellt, dass bei Notfällen die Evakuierung der betroffenen Bereiche gut organisiert verläuft und es Beschäftigte gibt, die mit Feuerlöscher oder Wandhydrant (oder Feuerlöschschlauch) umgehen können. Fast das gesamte Werksgelände in Arnsberg-Hüsten verfügt übrigens über eine Sprinkleranlage in Produktion und Verwaltung.

Indien feiert eine Woche Sicherheit

Bei BAG electronics India widmet man dem Thema Arbeitsschutz alljährlich eine ganze Woche voller Veranstaltungen. Im Rahmen der landesweit stattfindenden National Safety Week finden am Standort in Pune Workshops, spezielle Schulungen und sogar firmeninterne Wettbewerbe statt, die bei den Beschäftigten auf rege Resonanz stoßen. Kontinuierlich über das ganze Jahr arbeitet der Sicherheitsausschuss von BAG electronics India. Ihm gehören Mitarbeiter*innen aus allen Bereichen des Unternehmens an und er tagt regelmäßig, um Arbeitsschutzbelange zu diskutieren sowie Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die die Arbeitssicherheit erhöhen.

Positive Entwicklung

Die Anzahl der Arbeitsunfälle ist seit Jahren rückläufig und verhältnismäßig gering. Unfälle mit Todesfolge oder schweren Verletzungen gab es in 2019 nicht. Betrachtet man die Arbeitsunfälle mit leichten Verletzungen, so liegt der Unfallschwerpunkt auf Prellungen, Verstauchungen und kleineren Schnittverletzungen. Auf Seiten der Berufserkrankungen sind aus 2019 nur ein Fall bekannt (Tennisellenbogen, Spanien).

Fehler sind eine Chance für Verbesserungen

Im Mittelpunkt des Arbeitsschutzes stehen in jeder Hinsicht die Mitarbeiter*innen. Zum einen sind alle Maßnahmen darauf ausgerichtet, ihre Unversehrtheit und ihr Wohlergehen zu sichern, zum anderen ist sicheres Arbeiten nur durch ihr kompetentes und regelkonformes Verhalten möglich. TRILUX setzt daher konsequent auf die enge Einbindung der Mitarbeiter*innen in das Arbeitsschutzmanagement. Sie sind angehalten, Mängel, vermutete Gefährdungen oder Beinaheunfälle sofort zu melden. Jede dieser Meldungen wird als Chance für Verbesserungen aufgegriffen. Permanent können sich alle Beschäftigten zudem über das TRILUX-Ideen-Management (TIM) aktiv an der Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu beteiligen.

Deutschland

Jahr Meldepflichtige Arbeitsunfälle  
2019 10  
2018 8  
2017 11  
2016 6  
2015 14  
2014 17  
2013 8  
2012 8  
2011 18  
2010 20  
2009 17  
2008 26  

Meldepflichtige Arbeitsunfälle TRILUX Deutschland. Als Diagramm dargestellt. Meldepflichtig = Ausfall > 3 Arbeitstage

Unfallkennzahlen 2019 weltweit

  Deutschland Spanien Indien China  
Todesfälle - - - -  
Arbeitsunfälle mit schweren Folgen - - - -  
Arbeitsbedingte Verletzungen 242 8 NA 6  
Meldepflichtige Arbeitsunfälle 8 NA NA NA  
Rate bei 200.000 Arbeitsstunden (Bezugsrate) 19,2 2,66 0,88 ?  

Berufsbedingte Erkrankungen 2019

  Deutschland Spanien Indien China  
Berufsbedingte Erkrankungen - 1 - -  

Managementsysteme

  Arbeitsschutzmanagement Umweltschutzmanagement Energiemanagement Qualitätsmanagement  
Deutschland BS 18001 ISO 14001 ISO 50001 ISO 9001  
Spanien   ISO 14001   ISO 9001  
Indien          
China ICT Own System ICT Own System   ISO 9001, IATF 16949  

Managementansätze

  1. Arbeitsschutzmanagementsystem BS 18001
  2. Gefährdungsbeurteilungen
  3. Fachkräfte für Arbeitssicherheit
  4. Arbeitsschutzausschuss
  5. Audits und Sicherheitsbegehungen
  6. Gesetzliche Regelungen

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