Umgebungsbereich

An den Bereich der Sehaufgabe schließt sich der unmittelbare Umgebungsbereich an. Das sind im Gesichtsfeld befindliche Flächen um den Bereich der Sehaufgabe – nach EN 12464-1 – von mindestens 0,5 m Breite. Dann folgt der Hintergrund, für den EN 12464-1 ebenfalls lichttechnische Festlegungen enthält (siehe Abschnitt  „Hintergrundbeleuchtung'').

Die Leuchtdichteverteilung im gesamten Gesichtsfeld, das aus dem Bereich der Sehaufgabe und dessen unmittelbarer Umgebung sowie dem nahen und entfernten Umfeld besteht, bestimmt den Adaptationszustand und damit die Sehleistung. Die Breite des unmittelbaren Umgebungsbereiches nach EN 12464-1 von mindestens 0,5 m ist für kleine Bereiche der Sehaufgabe, z. B. für einen Uhrmacherarbeitsplatz, angemessen, für ausgedehnte Bereiche der Sehaufgabe, z. B. für einen Drehmaschinen- Arbeitsplatz, zu gering und kann sogar bis zu 3,0 m betragen. Insbesondere bei industriellen und handwerklichen Arbeitsplätzen muss man den Umgebungsbereich in Abhängigkeit von den Abmessungen des Bereichs der Sehaufgabe festlegen.

Unter der Annahme, dass der Bereich der Sehaufgabe dem ergonomisch entsprechenden Greifraum mit der Tiefe a ähnlich ist (siehe auch Abb.), sollte aus visuellen Gründen der unmittelbare Umgebungsbereich allseitig mindestens um das Maß a größer sein als der Bereich der Sehaufgabe. Um rechtwinklige Koordinaten für die Berechnung der Beleuchtungsstärke und der Gleichmäßigkeit anwenden zu können, ist es zweckmäßig, beide Bereiche durch tangierende Rechtecke zu ersetzen (Abb.).

Abbildung 3.12: Beispiel für Mindestmaße des unmittelbaren Umgebungsbereiches um den Bereich der Sehaufgabe sowie für maximale Leuchtdichteverhältnisse.