Anwesenheitserfassung

Bei der Anwesenheitserfassung für die Steuerung einer Beleuchtung ist grundsätzlich zwischen zwei Ausgangszuständen zu unterscheiden: Der Zustand bei Anwesenheit und der Zustand bei Abwesenheit.

  • Der typische Bewegungsmelder (siehe Fußnote) am Haus hat die Aufgabe,bei Dunkelheit eine sich nähernde Person zuverlässigzu erfassen und das Licht einzuschalten. Ist er ander Haustür installiert, soll er in der Regel das Licht solange eingeschaltet halten, wie sich die Person im Eingangsbereichbefindet. Es geht um die Vermeidung vonDunkelheit zum Schutz vor Einbruch und Unfallgefahr.

  • Die Anwesenheitserfassung eines Lichtmanagementsystems für die Innenraumbeleuchtung hat dem gegenüber die (Haupt-) Aufgabe, das eingeschaltete Licht zuverlässig dann - und nur dann - auszuschalten, wenn keine Person mehr anwesend ist. Insofern könnte mandiese Funktion auch eine „Abwesenheitserfassung” nennen. Denn nur bei Abwesenheit wird Energie eingespart, was der beabsichtigte Zweck der Einrichtung ist (siehe auch Kapitel , „Licht und Umwelt“).

Im Folgenden soll es daher immer um den Zweck im Innenraum, also die „Abwesenheitserfassung” gehen, die in vielen unterschiedlichen Konstellationen realisiert werden kann.

Die weit verbreitete Unterscheidung zwischen Bewegungsmelder und Präsenzmelder soll hier unberücksichtigt bleiben, da beide Begriffe eigenständig installierbare Funktionseinheiten beschreiben, die sich in ihrem Funktionsumfang unterscheiden (wobei die Differenzierung nicht eindeutig ist). Hier soll - unabhängig vom Funktionsumfang des Installationsgerätes - allein auf die Funktion der Anwesenheitserfassung eingegangen werden.