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Ballwurfsicherheit

Für den Einsatz in Sporthallen müssen Leuchten und deren Zubehör, wie Tragschienen und Aufhängemittel, ballwurfsicher sein. Die Prüfbedingungen auf Ballwurfsicherheit von Sporthallenleuchten sind in DIN 18032-3 „Hallen für Turnen und Spiele, Prüfung der Ballwurfsicherheit“ und in DIN 57710-13 „Leuchten mit Betriebsspannung unter 1.000 V; Ballwurfsichere Leuchten“ beschrieben (siehe auch Kapitel , Ballwurfsicherheit).

Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke E nist der Quotient aus dem auf eine Fläche auftreffenden Lichtstrom Φ (Einheit: Lumen) und der Größe dieser beleuchteten Fläche A (Einheit: m2), die eben, horizontal, vertikal, geneigt oder auch gekrümmt sein kann. Je nach Lage und Form der beleuchteten Fläche unterscheidet man in horizontale (Eh), vertikale (Ev), halbzylindrische (Esz), zylindrische (Ez) und halbsphärische (Ehs) Beleuchtungsstärke.

E = Φ/A

Einheit: Lux (lx).

1 lx = 1 lm/m2.

Die mittlere Beleuchtungsstärke E (mit Querstrich über dem E) ist der arithmetische Mittelwert der örtlichen Beleuchtungsstärke an regelmäßig festgelegten Punkten auf einer Fläche zu einem bestimmten Zeitpunkt. Der Minimalwert Emin bzw. Maximalwert Emax der Beleuchtungsstärke ist der geringste bzw. höchste auf der Bewertungsfläche ermittelte Wert der Beleuchtungsstärke zu einem bestimmten Zeitpunkt. Zur Ermittlung werden die oben genannten, regelmäßig verteilten Punkte der Fläche herangezogen.

Ferner unterscheidet man auf Grund zeitlicher Veränderung (Degradation) in Neuwert und Wartungswert der
Beleuchtungsstärke.

Beleuchtungswirkungsgrad

Der Beleuchtungswirkungsgrad ηB ist das Verhältnis des auf die Nutzfläche einer Beleuchtungsanlage auftreffenden Nutzlichtstroms ΦN zur Summe der Lichtströme aller in der Beleuchtungsanlage betriebenen Lampen Σ Φ0. Er ist auch das Produkt aus Raumwirkungsgrad ηR und Leuchtenbetriebswirkungsgrad ηLB:

Bereich der Sehaufgabe

Der Bereich der Sehaufgabe ist der Teilbereich des Arbeitsplatzes, in dem die Sehaufgabe ausgeführt wird. Die Sehaufgabe kann horizontal, vertikal oder auch geneigt sein. Sind Größe und/oder Lage des Bereiches der Sehaufgabe nicht bekannt, muss der Teil der Arbeitsstätten als Bereich der Sehaufgabe angenommen und entsprechend beleuchtet werden, in dem die Sehaufgabe auftreten kann. Das kann dazu führen, dass ein größerer Bereich einer Arbeitsstätte und nicht nur ein Arbeitsplatz, z. B. eine gesamte Fertigungshalle oder eine Baustelle als Bereich der Sehaufgabe zu beleuchten ist (siehe auch Kapitel , Bereiche der Sehaufgabe).

Blendung

Man unterscheidet in physiologische und psychologische Blendung und in Direkt- und Reflexblendung. Physiologische Blendung führt objektiv und nachweisbar sofort nach Einwirkung zu einer Minderung der Sehleistung. Diese Blendwirkung wird mit der äquivalenten Schleierleuchtdichte beschrieben, die sich wie ein Schleier über das auf der Netzhaut abgebildete Sehdetail legt und damit die Kontraste und Konturenschärfe verschlechtert. Die äquivalente Schleierleuchtdichte hat eine Erhöhung des Grenzwertes (Schwellenwertes) der Adaptationsleuchtdichte zufolge, die unbedingt notwendig ist, um ein Sehdetail zu erkennen. Diese Schwellenwerterhöhung (Threshold-Increment TI) wird z. B. in der Straßenbeleuchtung als Maß für die physiologische Blendwirkung herangezogen (TI-Verfahren) und ist in den einschlägigen Normen zahlenmäßig festgelegt, z. B. TI ≤ 15 %. Ferner wird in der Außenbeleuchtung auch das Glare Rating (GR)-Verfahren zur Blendungsbewertung herangezogen, dem ebenfalls eine Blendformel auf Basis der Schleierleuchtdichte zugrunde liegt. Psychologische Blendung führt meist erst nach einiger Zeit zu einer subjektiv wahrgenommenen Störwirkung (Unbehagen). Die psychologische Blendung durch Leuchten hoher Leuchtdichte wird in der Innenbeleuchtung nach dem Unified Glare Rating (UGR)-Verfahren bewertet. Direktblendung wirkt direkt und unmittelbar durch zu hohe Leuchtdichten auf das Auge und kann physiologische oder nur psychologische Wirkungen auslösen. Reflexblendung hat die gleiche Wirkung wie Direktblendung. Sie entsteht durch die Reflexion hoher Leuchtdichten an glänzenden Flächen. Daneben bewirkt sie zusätzlich eine Kontrastminderung, indem das gerichtet reflektierte Licht die Bildinformation des am Objekt gestreut reflektierten Lichtes überstrahlt. Dabei gilt: Je geringer der Glanzgrad einer Oberfläche ist — z. B. bei guter Entspiegelung von Bildschirmen oder Glasflächen —, desto höhere Leuchtdichten von Leuchten und leuchtenden Flächen können zugelassen werden, ohne sich störend auszuwirken. Reflexblendung lässt sich darüber hinaus effektiv durch die geeignete geometrische Ausrichtung der Sehaufgabe zur potentiellen Blendquelle vermeiden. Auch die Erhöhung der Umgebungsleuchtdichten reduziert sowohl die Direkt- wie auch die Reflex-Blendwirkung einer Lichtquelle (siehe auch Kapitel „Direktblendung” und 2.8.6 „Reflexblendung auf horizontalen Sehaufgaben”).