Tageslichtabhängige Regelung

Neben der Anwesenheits- bzw. Abwesenheitserfassung ergibt sich ein weiteres großes Energieeinsparpotential durch die Nutzung einer elektronischen Tageslichterfassung. Das Maß an Tageslicht, das zur Verfügung steht, muss nicht zusätzlich durch die künstliche Beleuchtung bereitgestellt werden. Das künstliche Licht kann also um die entsprechende Lichtmenge reduziert und bei ausreichend Tageslicht ausgeschaltet werden.

Schon in den 1980er Jahren wurde dieses Prinzip, vor allem in großen Beleuchtungsanlagen in Industrie- und Sporthallen, zur Einsparung der Beleuchtungsenergie angewendet. Vielfach kam dazu ein Schwellwertschalter zum Einsatz, der bei Erreichen voreinstellbarer Schwellwerte des Messwertes des verfügbaren Tageslichtes das künstliche Licht in drei Schaltgruppen zu- bzw. wegschaltete. Die heutige Technik erlaubt ein kontinuierliches Dimmen der Beleuchtung, so dass sich zusätzliches Einsparpotential durch exaktes Halten des geforderten, voreingestellten Beleuchtungsniveaus eröffnet.

Der Mehraufwand für tageslichtabhängig gedimmte Beleuchtungsanlagen ist dank moderner Technik heute in vielen Fällen ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich lukrativ, und in weiteren zumindest vertretbar. Dennoch sollte eine Betrachtung des Einsparpotentials immer berücksichtigt werden:

  • Zunächst sollte durch den Einsatz effizienter Leuchteneine gute Beleuchtungsqualität bei minimierter Anschlussleistung realisiert werden.

  • Als nächstes ist zu prüfen, ob eine Anwesenheitserfassung sinnvoll ist. Ist in der betrachteten Anwendung bei Abwesenheit kein Restlichtniveau erforderlich, so können in der Regel nicht-dimmbare Leuchten eingesetzt werden.

  • Zuletzt ist zu prüfen, ob bei nach Abzug der abwesenheitsbedingten Ausschaltzeiten in der verbleibenden Betriebszeit die Dimmung der Anlage noch ein attraktives Einsparpotential der tageslichtabhängigen Dimmung bietet (siehe Abbildung).

Ggf. ist dann zu entscheiden, welche Funktionalitäten im Detail anzustreben sind.